Was die Ergebnisse unserer Studie über Selbsteinschätzung und reale Vorsorge verraten
Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse unserer bundesweiten Studie zur privaten Krisenvorsorge in Deutschland PREPARE25 wurden nun zuerst über das Deutsches Komitee Katastrophenvorsorge veröffentlicht. Das DKKV hat die Studie im Erhebungszeitraum unterstützt, verbreitet und die Ergebnisse nun einer breiteren Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht.
Zentrales Ergebnis der Untersuchung:
Zwischen der Selbsteinschätzung der eigenen Vorbereitung und der tatsächlich vorhandenen Vorsorge bestehen deutliche Lücken.
Viele Haushalte bewerten sich als gut oder ausreichend vorbereitet, obwohl grundlegende Elemente der Notfallvorsorge fehlen. Diese Diskrepanz ist sicherheitsrelevant. Sie erklärt, warum klassische Appelle zur Vorsorge häufig wirkungslos bleiben: Wer sich selbst für vorbereitet hält, sieht keinen Anlass zu handeln.
Die Studie zeigt damit, dass Defizite in der privaten Krisenvorsorge nicht primär auf fehlendes Problembewusstsein zurückzuführen sind. Entscheidender ist die systematische Fehleinschätzung der eigenen Handlungsfähigkeit.
Für Bevölkerungsschutz, Risikokommunikation und Präventionsarbeit folgt daraus eine klare Konsequenz:
Vorsorgekommunikation muss stärker auf Einordnung, Vergleichbarkeit und überprüfbare Mindeststandards setzen – nicht allein auf Informationsvermittlung.
Die Veröffentlichung der Ergebnisse über das DKKV leistet einen wichtigen Beitrag, diese Diskussion faktenbasiert weiterzuführen und die Lücke zwischen Vorsorgegefühl und tatsächlicher Preparedness sichtbar zu machen.
👉 Zur Veröffentlichung der Ergebnisse auf der DKKV-Seite:
https://dkkv.org/umfrage-zur-privaten-krisenvorsorge-ergebnisse-zeigen-deutliche-luecken-zwischen-selbsteinschaetzung-und-tatsaechlicher-preparedness/

