Krisenvorsorge für Pflegeheime​

Pflegeheime Stehen Unter enormen Druck

Krisen sind kein Ausnahmezustand mehr. Sie sind Teil des Alltagsrisikos.

Pflegeeinrichtungen funktionieren nur, solange viele Dinge gleichzeitig funktionieren:
Strom, Personal, Kommunikation, Medikamente, Technik, externe Unterstützung.

Im Alltag läuft das meist erstaunlich stabil.
Im Krisenfall reicht ein einzelner Ausfall – und plötzlich gerät alles ins Rutschen.

Dann entscheidet nicht, ob ein Konzept existiert, sondern dass Abläufe für den Notfall eingeübt wurden und koordiniert funktionieren

Genau hier setzen wir an.

Was wir Ihnen anbieten

Beratung

Wir beraten Sie in allen Belangen des Risko-, Krisen- und Notfallmanagements. Sie haben Fragen zu Investitionsplanungen oder rechtliche Fragen? Wir haben auch hierfür Experten. 

Analyse

Die Analyse umfasst unter anderem Ihre Grundstruktur, die vorhandenen Krisenstrukturen,  Abhängigkeiten von Ressourcen und Dienstleistern sowie das Risiko verschiedener Szenarien auf Ihr Unternehmen. 

Implementierung

Nachdem Kernprozesse, strukturelle Lücken und spezifische Risiken zusammengefasst wurden, helfen wir Ihnen dabei ein fundiertes und greifendes Krisenmanagement zu implementieren. 

Schulung und Training

Krisenmanagementstrukturen müssen geschult und regelmäßig, am Besten jährlich, unter annähernd realer Belastung beübt sowie Lessons-Learned daraus abgeleitet werden.

Wir sind Ihr Partner für den Aufbau eines funktionierenden Krisenmanagements in Pflegeeinrichtungen.

Wir bauen Strukturen auf oder analysieren und strukturieren bestehende Konzepte. Dabei achten wir nicht zuletzt auch auf Kosteneffizienz und tatsächliche Machbarkeit

Kontakt aufnehmen
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Wie funktioniert das?

So läuft die Zusammenarbeit ab

  • Unverbindliches Erstgespräch

    Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch und informieren Sie sich über die Möglichkeiten, mit denen wir Sie unterstützen können.

  • Grundlagen Analyse

    Wir führen zunächst eine grundlegende Analyse Ihres Unternehmens (Standort, Größe, Produkte/DIenstleistungen, Lage, Witterungseinflüsse, Versorgungsnetz) durch.

  • Spezielle Analysen

    Es folgt die Analyse der eventuell vorhandenen Krisenstrukturen, Unternehmensrisiken und Abhängigkeiten von externen Dienstleistungen

  • Gutachten

    Nachdem wir alle notwendigen Informationen zusammengetragen und ausgewertet haben, erstellen wir einen ausführlichen Bericht zum aktuellen Stand Ihres Unternehmens und leiten daraus, nach Priorität abgestufte, Handlungsoptionen ab.

Krisenmanagement Zyklus
  • Krisenhandbuch und Implementierung

    Wir bauen das Krisenmanagement in Ihrem Unternehmen auf einer starken Basis auf und strukturieren es so, dass Sie in Zukunft handlungssicher bleiben. Dazu wird ein Krisenhandbuch erstellt, in dem Sie auch szenarienspezifische Handlungsanweisungen für „die kritische erste Stunde“ finden.

  • Schulung leitender Personen

    Ihre Führungskräfte werden in das neue Krisenmanagement eingewiesen. Das erstellte Krisen-Handbuch wird erläutert und als starke Handlungshilfe implementiert.

  • Schulung der Mitarbeitenden

    Die Mitarbeitenden werden ebenfalls geschult, Krisenlagen zu erkennen und Erstmaßnahmen einzuleiten. Auch Sie erhalten eine Einweisung in das Krisen-Handbuch.

  • Training und Betreuung

    Wir bilden Übungen und Trainings unter annähernd realer Belastung ab, können verschiedene Szenarien Simulieren und Ihnen die Grenzen des jeweiligen Handelns aufzeigen. Wir bleiben an Ihrer Seite, auch im Ernstfall!

Häufige Fragen

Ja. Die Pflicht zur Krisenvorsorge ist für zugelassene Pflegeeinrichtungen gesetzlich verankert.

Mit dem Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) wurde die Krisenvorsorge in § 113 Abs. 1 SGB XI ausdrücklich aufgegriffen. Auf dieser Grundlage hat der Qualitätsausschuss Pflege im Jahr 2022 verbindliche Anforderungen zur Qualitätssicherung in Krisensituationen beschlossen.

In den Maßstäben und Grundsätzen zur Sicherung und Weiterentwicklung der Pflegequalität (MuG) für die vollstationäre Pflege, die für alle zugelassenen Einrichtungen gelten, heißt es:

„Für den Fall akuter Krisensituationen, wie anhaltende Stromausfälle, Brände, Bombenfunde, Unwetter/Naturkatastrophen oder Pandemien, die Einfluss auf die Versorgung haben können, hält der Träger der vollstationären Pflegeeinrichtung in Absprache mit den Gefahrenabwehrbehörden seiner Kommune ein Krisenkonzept vor.“

Entscheidend ist dabei nicht das bloße Vorhandensein eines Konzepts, sondern dessen praktische Umsetzbarkeit. In Prüfungen und im Ereignisfall zeigt sich zunehmend, dass allgemeine oder rein formale Konzepte nicht ausreichen, wenn Rollen, Entscheidungswege und Prioritäten nicht klar geregelt sind.

Die zentrale Frage lautet daher nicht mehr:
„Haben wir ein Krisenkonzept?“
sondern:
„Ist unser Krisenkonzept unter realen Bedingungen handlungsfähig?“

Viele Einrichtungen haben Notfallordner. Das ist gut. In der Praxis zeigt sich aber oft, dass diese im Ereignisfall wenig Orientierung bieten. Häufig fehlen klare Rollen, Prioritäten für die ersten Stunden, Entscheidungslogiken und eine Kommunikationsstruktur für den Ausfall von Strom oder IT. Genau dort setzen wir an.

Krisenvorsorge bedeutet nicht, jedes denkbare Szenario zu planen. Es geht darum, Strukturen zu schaffen, die auch unter Stress funktionieren. Wer entscheidet. Was hat Priorität. Wie wird kommuniziert. Wie bleibt die Versorgung stabil, wenn Ressourcen knapp werden. Kurz: Handlungsfähigkeit, wenn der Alltag nicht mehr trägt.

Pflegeheime gehören zu den sensibelsten Einrichtungen unserer Gesellschaft.
Hier leben Menschen, die auf kontinuierliche Versorgung, klare Abläufe und funktionierende Infrastruktur angewiesen sind. Schon kleine Störungen können große Auswirkungen haben.

Krisenvorsorge ist deshalb kein theoretisches Thema, sondern ein zentraler Bestandteil der Versorgungssicherheit.

Pflegeheime sind hochgradig abhängig von Strom: Aufzüge, Pflegehilfsmittel, Absaugung, Medikamentenkühlung, IT (auch Telefonie), Beleuchtung. In der Praxis wird oft erst im Ereignisfall sichtbar, welche Systeme nicht abgesichert sind oder unerwartete Abhängigkeiten haben. Stromausfall ist deshalb ein sehr geeignetes Szenario, um Strukturen realistisch zu prüfen.

Nein. Die Zusammenarbeit ist so angelegt, dass der laufende Betrieb nicht gestört wird. Analysen und Gespräche finden geplant und strukturiert statt. Übungen erfolgen als Tabletop-Formate, also am Tisch, ohne reale Unterbrechung der Pflege.

Das hängt vom Umfang ab. Ein erster Überblick kann in wenigen Stunden erfolgen. Der Aufbau einer tragfähigen Grundstruktur lässt sich in überschaubaren Schritten umsetzen. Wichtig ist nicht Geschwindigkeit, sondern Passung zum Betrieb.

In der Regel arbeiten wir mit Einrichtungsleitung, Pflegedienstleitung, Qualitätsmanagement und – je nach Thema – Haustechnik. Es geht nicht darum, möglichst viele Menschen einzubinden, sondern die richtigen.

Eine Schulung aller Mitarbeitenden findet im Anschluss statt. 

Wir arbeiten nicht normgetrieben, sondern betriebsnah. Unser Fokus liegt nicht auf Bürokratie, sondern auf Entscheidungsfähigkeit unter realen Bedingungen. Natürlich werden unsere Konzepte auch den gesetzlichen Auflagen gerecht. 

Ja. Gerade bei Trägern ist ein Vorgehen mit Pilot-Einrichtung und anschließendem Rollout sinnvoll. So entsteht Vergleichbarkeit, ohne die Besonderheiten einzelner Häuser zu ignorieren.

Mit einem kurzen, unverbindlichen Gespräch. Ziel ist eine ehrliche Einordnung: Wo stehen Sie heute, wo sind reale Risiken und welche nächsten Schritte sind sinnvoll. Ohne Verkaufsdruck.

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