Krisenvorsorge für Pflegeheime
Pflegeheim in Berlin-Wedding
Pflegeheime Stehen Unter enormen Druck
Krisen sind kein Ausnahmezustand mehr. Sie sind Teil des Alltagsrisikos.
Pflegeeinrichtungen funktionieren nur, solange viele Dinge gleichzeitig funktionieren:
Strom, Personal, Kommunikation, Medikamente, Technik, externe Unterstützung.
Im Alltag läuft das meist erstaunlich stabil.
Im Krisenfall reicht ein einzelner Ausfall – und plötzlich gerät alles ins Rutschen.
Dann entscheidet nicht, ob ein Konzept existiert, sondern dass Abläufe für den Notfall eingeübt wurden und koordiniert funktionieren!
Genau hier setzen wir an.
Was wir Ihnen anbieten
Beratung
Wir beraten Sie in allen Belangen des Risko-, Krisen- und Notfallmanagements. Sie haben Fragen zu Investitionsplanungen oder rechtliche Fragen? Wir haben auch hierfür Experten.
Analyse
Die Analyse umfasst unter anderem Ihre Grundstruktur, die vorhandenen Krisenstrukturen, Abhängigkeiten von Ressourcen und Dienstleistern sowie das Risiko verschiedener Szenarien auf Ihr Unternehmen.
Implementierung
Nachdem Kernprozesse, strukturelle Lücken und spezifische Risiken zusammengefasst wurden, helfen wir Ihnen dabei ein fundiertes und greifendes Krisenmanagement zu implementieren.
Schulung und Training
Krisenmanagementstrukturen müssen geschult und regelmäßig, am Besten jährlich, unter annähernd realer Belastung beübt sowie Lessons-Learned daraus abgeleitet werden.
Wir sind Ihr Partner für den Aufbau eines funktionierenden Krisenmanagements in Pflegeeinrichtungen.
Wir bauen Strukturen auf oder analysieren und strukturieren bestehende Konzepte. Dabei achten wir nicht zuletzt auch auf Kosteneffizienz und tatsächliche Machbarkeit.
Wie funktioniert das?
So läuft die Zusammenarbeit ab
Unverbindliches Erstgespräch
Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch und informieren Sie sich über die Möglichkeiten, mit denen wir Sie unterstützen können.
Grundlagen Analyse
Wir führen zunächst eine grundlegende Analyse Ihres Unternehmens (Standort, Größe, Produkte/DIenstleistungen, Lage, Witterungseinflüsse, Versorgungsnetz) durch.
Spezielle Analysen
Es folgt die Analyse der eventuell vorhandenen Krisenstrukturen, Unternehmensrisiken und Abhängigkeiten von externen Dienstleistungen
Gutachten
Nachdem wir alle notwendigen Informationen zusammengetragen und ausgewertet haben, erstellen wir einen ausführlichen Bericht zum aktuellen Stand Ihres Unternehmens und leiten daraus, nach Priorität abgestufte, Handlungsoptionen ab.
Krisenhandbuch und Implementierung
Wir bauen das Krisenmanagement in Ihrem Unternehmen auf einer starken Basis auf und strukturieren es so, dass Sie in Zukunft handlungssicher bleiben. Dazu wird ein Krisenhandbuch erstellt, in dem Sie auch szenarienspezifische Handlungsanweisungen für „die kritische erste Stunde“ finden.
Schulung leitender Personen
Ihre Führungskräfte werden in das neue Krisenmanagement eingewiesen. Das erstellte Krisen-Handbuch wird erläutert und als starke Handlungshilfe implementiert.
Schulung der Mitarbeitenden
Die Mitarbeitenden werden ebenfalls geschult, Krisenlagen zu erkennen und Erstmaßnahmen einzuleiten. Auch Sie erhalten eine Einweisung in das Krisen-Handbuch.
Training und Betreuung
Wir bilden Übungen und Trainings unter annähernd realer Belastung ab, können verschiedene Szenarien Simulieren und Ihnen die Grenzen des jeweiligen Handelns aufzeigen. Wir bleiben an Ihrer Seite, auch im Ernstfall!
Häufige Fragen
Müssen Pflegeheime gesetzlich ein Krisenkonzept haben?
Ja. Die Pflicht zur Krisenvorsorge ist für zugelassene Pflegeeinrichtungen gesetzlich verankert.
Mit dem Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) wurde die Krisenvorsorge in § 113 Abs. 1 SGB XI ausdrücklich aufgegriffen. Auf dieser Grundlage hat der Qualitätsausschuss Pflege im Jahr 2022 verbindliche Anforderungen zur Qualitätssicherung in Krisensituationen beschlossen.
In den Maßstäben und Grundsätzen zur Sicherung und Weiterentwicklung der Pflegequalität (MuG) für die vollstationäre Pflege, die für alle zugelassenen Einrichtungen gelten, heißt es:
„Für den Fall akuter Krisensituationen, wie anhaltende Stromausfälle, Brände, Bombenfunde, Unwetter/Naturkatastrophen oder Pandemien, die Einfluss auf die Versorgung haben können, hält der Träger der vollstationären Pflegeeinrichtung in Absprache mit den Gefahrenabwehrbehörden seiner Kommune ein Krisenkonzept vor.“
Entscheidend ist dabei nicht das bloße Vorhandensein eines Konzepts, sondern dessen praktische Umsetzbarkeit. In Prüfungen und im Ereignisfall zeigt sich zunehmend, dass allgemeine oder rein formale Konzepte nicht ausreichen, wenn Rollen, Entscheidungswege und Prioritäten nicht klar geregelt sind.
Die zentrale Frage lautet daher nicht mehr:
„Haben wir ein Krisenkonzept?“
sondern:
„Ist unser Krisenkonzept unter realen Bedingungen handlungsfähig?“
Reichen unsere bestehenden Notfallordner und Konzepte nicht aus?
Viele Einrichtungen haben Notfallordner. Das ist gut. In der Praxis zeigt sich aber oft, dass diese im Ereignisfall wenig Orientierung bieten. Häufig fehlen klare Rollen, Prioritäten für die ersten Stunden, Entscheidungslogiken und eine Kommunikationsstruktur für den Ausfall von Strom oder IT. Genau dort setzen wir an.
Was verstehen Sie konkret unter Krisenvorsorge?
Krisenvorsorge bedeutet nicht, jedes denkbare Szenario zu planen. Es geht darum, Strukturen zu schaffen, die auch unter Stress funktionieren. Wer entscheidet. Was hat Priorität. Wie wird kommuniziert. Wie bleibt die Versorgung stabil, wenn Ressourcen knapp werden. Kurz: Handlungsfähigkeit, wenn der Alltag nicht mehr trägt.
Warum ist Krisenvorsorge für Pflegeheime wichtig?
Pflegeheime gehören zu den sensibelsten Einrichtungen unserer Gesellschaft.
Hier leben Menschen, die auf kontinuierliche Versorgung, klare Abläufe und funktionierende Infrastruktur angewiesen sind. Schon kleine Störungen können große Auswirkungen haben.
Krisenvorsorge ist deshalb kein theoretisches Thema, sondern ein zentraler Bestandteil der Versorgungssicherheit.
Warum ist Stromausfall ein so zentrales Thema?
Pflegeheime sind hochgradig abhängig von Strom: Aufzüge, Pflegehilfsmittel, Absaugung, Medikamentenkühlung, IT (auch Telefonie), Beleuchtung. In der Praxis wird oft erst im Ereignisfall sichtbar, welche Systeme nicht abgesichert sind oder unerwartete Abhängigkeiten haben. Stromausfall ist deshalb ein sehr geeignetes Szenario, um Strukturen realistisch zu prüfen.
Müssen wir dafür den Betrieb unterbrechen?
Nein. Die Zusammenarbeit ist so angelegt, dass der laufende Betrieb nicht gestört wird. Analysen und Gespräche finden geplant und strukturiert statt. Übungen erfolgen als Tabletop-Formate, also am Tisch, ohne reale Unterbrechung der Pflege.
Wie lange dauert so ein Prozess?
Das hängt vom Umfang ab. Ein erster Überblick kann in wenigen Stunden erfolgen. Der Aufbau einer tragfähigen Grundstruktur lässt sich in überschaubaren Schritten umsetzen. Wichtig ist nicht Geschwindigkeit, sondern Passung zum Betrieb.
Wer sollte aus der Einrichtung beteiligt sein?
In der Regel arbeiten wir mit Einrichtungsleitung, Pflegedienstleitung, Qualitätsmanagement und – je nach Thema – Haustechnik. Es geht nicht darum, möglichst viele Menschen einzubinden, sondern die richtigen.
Eine Schulung aller Mitarbeitenden findet im Anschluss statt.
Was ist der Unterschied zu klassischen Beratungen oder Zertifizierungen?
Wir arbeiten nicht normgetrieben, sondern betriebsnah. Unser Fokus liegt nicht auf Bürokratie, sondern auf Entscheidungsfähigkeit unter realen Bedingungen. Natürlich werden unsere Konzepte auch den gesetzlichen Auflagen gerecht.
Arbeiten Sie auch mit Trägern und mehreren Standorten?
Ja. Gerade bei Trägern ist ein Vorgehen mit Pilot-Einrichtung und anschließendem Rollout sinnvoll. So entsteht Vergleichbarkeit, ohne die Besonderheiten einzelner Häuser zu ignorieren.
Wie starten wir am besten?
Mit einem kurzen, unverbindlichen Gespräch. Ziel ist eine ehrliche Einordnung: Wo stehen Sie heute, wo sind reale Risiken und welche nächsten Schritte sind sinnvoll. Ohne Verkaufsdruck.