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Studie1. Februar 2026 4 min Lesezeit

Studienergebnisse: Sind wir wirklich vorbereitet?

Zwischen der Selbsteinschätzung der eigenen Vorbereitung und der tatsächlich vorhandenen Vorsorge bestehen klare Lücken — und genau diese Diskrepanz ist sicherheitsrelevant.

Die Notfallakademie hat Ergebnisse aus der bundesweiten Studie zur privaten Krisenvorsorge in Deutschland (PREPARE25) veröffentlicht — zunächst über das Deutsche Komitee Katastrophenvorsorge (DKKV).

Der zentrale Befund

Zwischen der Selbsteinschätzung der eigenen Vorbereitung und der tatsächlich vorhandenen Vorsorge bestehen klare Lücken. Viele Haushalte schätzen sich als gut vorbereitet ein — obwohl grundlegende Notfallvorräte fehlen. Diese Diskrepanz hat sicherheitsrelevante Konsequenzen.

Was das bedeutet

Die Studie zeigt: Defizite in der privaten Krisenvorsorge sind nicht primär auf fehlendes Problembewusstsein zurückzuführen. Der entscheidende Faktor ist die systematische Fehleinschätzung der eigenen Handlungsfähigkeit. Wer sich für gut vorbereitet hält, obwohl er es nicht ist, ist für klassische Aufklärungskampagnen kaum noch erreichbar.

Krisenvorsorge muss nicht nur beschreibbar, sondern handhabbar gemacht werden — für Kommunikation, Aufklärung und praktische Umsetzung.

Die Veröffentlichung über das DKKV macht diese Lücke zwischen wahrgenommener und tatsächlicher Vorbereitetheit für die Fachöffentlichkeit sichtbar und unterstützt eine evidenzbasierte Diskussion zum Thema.

FS

Fabian Schmidt

Notarzt · Freier Sachverständiger · Gründer der Notfallakademie

Fabian Schmidt ist Arzt mit Zusatzbezeichnung Notfallmedizin, Sanitätsoffizier der Bundeswehr und Gründer der Notfallakademie. Er berät Krankenhäuser, Kommunen und Unternehmen im Krisenmanagement und forscht zu Resilienz und Notfallvorsorge.

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